Italien: Verein der Hausmänner – Rollentausch am heimischen Herd

Rund 40.000 Männer in Italien führen den heimischen Haushalt. Sie putzen, kochen und wischen Staub. 6.400 von ihnen haben sich im Hausmänner-Verein zusammen geschlossen, um Bügeln zu lernen und den Master für Haushaltsführung zu absolvieren. Wenn Fiorenzo Bresciani morgens aufwacht, gilt sein erster Gedanke nur einem: Was mittags kochen für die Gattin? Die Frage muss warten, denn zuerst muss er Daniela ihren Kaffee bereiten. Während sie frühstückt, legt Fiorenzo seine Arbeitskleidung an – eine Schürze – dann macht er die Betten.

Weiter: Fiorenzo Bresciani aus dem toskanischen Pietrasanta ist 54 Jahre alt und seit 20 Jahren Hausmann. Mit Passione, mit Leidenschaft. Fiorenzo ist mittelgroß, hat braune Haare und ein sympathisches Lächeln. Fiorenzo könnte auch in einer Bank arbeiten. Doch er kümmert sich lieber um den Haushalt. “Zuvor besaß ich ein kleines Geschäft, das lief mehr oder weniger”, sagt er. “Meine Frau ist Ärztin, sie verdient gut und ich habe Spaß an der Hausarbeit.” So einigte sich das Ehepaar auf diese Aufgabenteilung, die nach wie vor alles andere als üblich ist zwischen Bozen und Palermo, Rom und Pescara.

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